Menschliche Potentiale entfalten und fachliche Kompetenz in sozialen Berufen erhöhen durch logotherapeutische und neurobiologische Grundlagen
Referent/in: Inge Patsch, Axams. Dr. Wilfried Mairösl, Kaltern. Mag. Heiko Bormann, Salzburg Inge Patsch , Innsbruck
Leiterin des Tiroler Institutes für Logotherapie
Dr. Wilfried Mairösl, Kaltern
Notfallpsychologe und Verhaltenstherapeut
Mag. Heiko Bormann, Salzburg
Dipl.Lebensberater für Logotherapie und Existenzanalyse, Verhaltenstherapeut Ort: Haus St. Georg Sarns Kursgebühr: 1800 € - + 20 % MwSt. Termin: Teil 1: Di. 12.10. bis Mi.13.10.2010, Teil 2: Di. 16. bis Mi.17.11.2010, Teil 3: Di. 11. bis Mi.12.01.2011, Teil 4: Di. 1.2. bis Mi. 2.2.2011, Teil 5: Di. 1.3. bis Mi. 2.3.2011, Teil 6: Di. 29.3. bis Mi. 30.3.2011, Teil 7: Di. 12.4. bis Mi. 13.4.2011, Teil 8: 10.5. bis Mi. 11.5.2011, Teil 9: Di. 20.9. bis Mi. 21.9.2011, Teil 10: Di. 18.10. bis Mi. 19.10.2011, jeweils von 9 bis 17 Uhr Zielgruppe: Führungskräfte, Mitarbeiter/innen, Personen, die in sozialen Berufen arbeiten und/oder eine Zusatzqualifikation anstreben und/oder nach einer Neuorientierung suchen.
Für viele Menschen im Berufsalltag kommt es heute immer stärker darauf an, neue Herausforderungen und unbekannte Probleme zu lösen. Die Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts bietet uns eine Fülle an Informationen, doch wesentliche Bedürfnisse des Menschen, wie das Erleben von Sinn und soziale Kompetenz kommen zu kurz.
Mit diesem Lehrgang wollen wir Menschen in ihrem Berufsalltag ermutigen ihre eigene Persönlichkeit zu entfalten und die Bereitschaft, fördern, sich auf neue Herausforderungen einzulassen. Wesentlich geht es auch um das Vorbeugen von Symptomen des Burnout-Komplexes und das Erkennen dieser Gefährdung. Das Engagement, die Teamfähigkeit und Verantwortungsbereitschaft für ein gelungenes Miteinander sind ebenso ein Anliegen wie die gelungene Kommunikation.
Grundlage der Fortbildung
Die Basis für diese Ausbildung ist die Logotherapie von Viktor E. Frankl, die so genannte Dritte Wiener Richtung der Psychotherapie. Dabei werden die theoretischen Grundlagen mit der praktischen Anwendbarkeit verbunden. Weiters werden die neusten wissenschaftlichen Forschungsergebnisse aus den Bereichen der Persönlichkeitsbildung, Neurophysiologie, Intuition und Motivation, Selbstmanagement und wertorientiertes Handeln.
Seminarabfolge
1. Das Menschenbild der Logotherapie
Termin: Di. 12. 10. bis Mi. 13. 10. 2010 Überblick der Logotherapie, Sinn- und Wertephilosophie
Der Aufgabencharakter des Lebens: „Wir müssen lernen und die verzweifelten Menschen lehren, dass es nie und nimmer darauf ankommt, was wir vom Leben erwarten, sondern was das Leben von uns erwartet = Die Kopernikanische Wende in der Logotherapie.
Dreidimensionalität des Menschen: Körper – Seele – Geist,
2. Der Angst, dem Vertrauen und dem Mut begegnen
Termin: Di. 16.11. bis Mi. 17.11.2010 Die neue Medizin der Emotionen. Mit Körpererfahrungen zur Selbsthilfe. Warum der Verstand zu schwach ist Ängste zu bewältigen?
Die Biologie der Angst – wie aus Stress Gefühle werden. Neurobiologische Erkenntnisse und hilfreiche Strategien aus der Verhaltenstherapie.
3. Sinn als Lebensmöglichkeit
Termin: Di. 11.1. bis Mi 12.1.2011 Was ist Sinn? Auseinandersetzung mit dem Sinnbegriff (Spannung zwischen Sinn des Leben und dem Hier und Heute)
Unterscheiden zwischen Bewusstsein und Unbewusstem
Lebensmöglichkeiten mithilfe der Logotherapie
Tragische Trias und glückliche Trias. Der Gewissensbegriff bei Viktor E. Frankl
Wertekategorien in der EA und LT
Wie und wo entstehen Sinnbarrieren? Mit der Sinnlehre gegen die Sinnleere und gegen das Burn out
4.Gefühltes Wissen – den Zugang zum Unbewussten als Potential nützen
Termin: Di. 1.2. bis Mi 2.2.2011
Einführung in die Arbeit mit Träumen.
Grundwissen der Schlafforschung und die Bedeutung des Schlafs für den Menschen,
Tagtraum, Vision, Imagination für Menschen in Pflegeberufen
Die Quelle der kreativen menschlichen Phantasie
5. Neurobiologische Grundlagen und Zusammenhänge für die Lebensberatung Sinn als Lebensmöglichkeit
Termin: Di. 1.3. bis Mi 2.3.2011 Wie funktioniert unser Gehirn?
Die untrennbare Einheit von Körper und Gehirn
Neurophysiologisches Basiswissen
Wie wirken Psychopharmaka
Merkmale des Burn out rechtzeitig erkennen
6. Depression woher – wohin?
Termin: Di. 29.3. bis Mi 30.3.2011 Unterschiede wahrnehmen: Melancholie, Trauer, Burn out und Depression
Phänomenologie der Depression – der depressive Zirkel
Wege in die Depression – Existentielles Vakuum – Prophylaxe von Burn out und Depression. Die noogene Depression in der Logotherapie
Suizidales Denken und Handeln – Diagnostische Kriterien
7. Persönlichkeitsstörungen erkennen und bewältigen
Termin: Di. 12.4. bis Mi 13.4.2011
Begriff „Hysterie“ im Wandel der Zeit. Histrionische Persönlichkeitsstörungen
Die histrionisch-dissoziative Charakterstruktur
Phänomenologie der histrionischen Persönlichkeit – Histrionische und narzisstische Charakterstrukturen bei Frau und Mann. Diagnostische Kriterien
Verhaltensempfehlungen für Angehörige
Existenzanalytisches Gespräch.
8. Sucht und süchtig sein – die Lebensform in Scheinwelten
Termin: Di. 10.5. bis Mi 11.5.2011
Stoffliche und nichtstoffliche Süchte, Entstehung von Suchtverhalten.
Wege aus der Sucht, körperliche und seelische Schmerzbewältigung.
Die Person hinter der Sucht
Beratung und Begleitung von Angehörigen von Suchtkranken.
9. Berufsethik und die Trotzmacht des Geistes
Termin: Di. 20.9. bis Mi 21.9.2011
Ethische Grundfragen und Grundhaltung
Die schützende Funktion der Scham
Existentielle Dynamik: Selbstdistanz und Humor setzen den Augenblick an die richtige Stelle.
Unterschiede erkennen und die Einheit von Denken, Fühlen und Handeln fördern.
10. Überlebenskunst – das Seminar zu den großen Fragen
Termin: Di. 18.10. bis Mi 19.10.2011
Trennung – Trauer – Tod. Unterscheidung zur Depression.
Das Märchen von der Trauerarbeit.
Die Frage von Selbstmitleid und Mitgefühl
Hilfreiche Rituale.
Kurszeiten: jeweils 9 bis 17 Uhr
Informationsabend: 15. September 2010, 20 Uhr, Haus St. Georg Sarns