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Konfliktberater/in und Coach (ATCC)

Übersetzt bedeutet ATCC: Konflikte rechtzeitig wahr-nehmen und konstruktiv bearbeiten. Der ATCC-Ansatz wurde von Karl-Heinz Bittl und Hervé Ott in den letzten 30 Jahren aus der Praxis heraus entwickelt. Er eignet sich besonders für die heutige Zeit. In der Konfliktbearbeitung wird auf die unterschiedlichen Zusammenhänge geschaut. Das systemische Modell des ATCC-Ansatzes hat sechs Konfliktebenen, die dabei eine wichtige Orientierung sind. Mit sehr präzisen Methoden kann damit erkannt werden, wo die Ursachen eines Konfliktes liegen. Die Bearbeitungsformen sind kreativ und konkret. Konstruktive Veränderungen sind schnell und gezielt umsetzbar. Es geht immer um eine wertorientierte und nachhaltige Veränderung des Problems.
 
Referenten/innen:
Karl Heinz Bittl, Oberasbach (D)
Dipl. Sozialpädagoge, Lehrbeauftragter an der Nürn-berger Fachhochschule für Sozialpädagogik, Leiter des Conflict Culture Cooperation (Europäischen Insti-tutes für Konfliktmanagement), Coach, Supervisor (EAS), Lehrtrainer (ATCC) und Mediator

Inge Niederfriniger, Meran (I)
Oberschul- und Sprachlehrerin, derzeit Mitarbeiterin im Bereich Innovation und Beratung (Deutsches Bil-dungsressort), Ausbildung zur Schulmediatorin, Trainerin in ziviler und gewaltfreier Konfliktberatung und transkulturellem Lernen, Gestaltpädagogin in Ausbildung

Hermann Barbieri, Brixen (I)
Ausbildungen als Konfliktberater und Trainer in ziviler und gewaltfreier Konfliktarbeit, in Mediation und in In-tegrativer Supervision

Barbara Peschke, Millau (F)
Gelernte Historikerin, Taketina-Teacherin, arbeitet als Musikpädagogin mit Kindern und Erwachsenen
 
Termin/e:
Teil 1: Fr. 31.03. bis Sa. 01.04.2017
Teil 2: Fr. 12.05. bis Sa. 13.05.2017
Teil 3: Fr. 23.06. bis Sa. 24.06.2017
Teil 4: Do. 14.09. bis Sa. 16.09.2017 - kleines Gruppenseminar
Teil 5: Fr. 13.10. bis Sa. 14.10.2017
Teil 6: Fr. 17.11. bis Sa. 18.11.2017
Teil 7: Fr. 12.01. bis Sa. 13.01.2018
Teil 8: Fr. 16.02. bis Sa. 17.02.2018
Teil 9: Di. 17.04. bis Sa. 21.04.2018 - Gruppenprozesse mit Taketina und Grouprelation
Teil 10: Fr. 18.05. bis Sa. 19.05.2018
Teil 11: Fr. 15.06. bis Sa. 16.06.2018
Teil 12: Fr. 28.09. bis Sa. 29.09.2018 
Teil 13: Fr. 19.10. bis Sa. 20.10.2018 - Prüfungen mit externen Klienten/innen
Teil 14: Fr. 16.11. bis Sa. 17.11.2018 - Prüfungen mit externen Klienten/innen
 
Ort:
Haus St. Georg Sarns
 
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• In einem Unternehmen verlassen in einer Abteilung junge, fähige Mitarbeitende nach einem Jahr die Firma. In den Abschlussgesprächen wird angedeutet, dass der Führungsstil sehr unpassend ist. Die Unternehmensleitung möchte bei den neuen Mitarbeitenden vorsorgen und beauftragt einen Konfliktberater/in.

• Ein Vorgesetzter erlebt sich in der Durchsetzung seiner Aufgabe als recht hilflos. Es fragt bei einem ATCC-Coach um Hilfe.

• Zwischen dem Sanitätspersonal einer Station treten vermehrt Konflikte auf. Ursachen sind häufig kulturbedingte Missverständnisse. Die Koordinatorin nimmt an der Konfliktberaterausbildung teil und erlebt sich anschließend in der Ausübung ihrer Leitungsaufgabe als sicherer. Sie kann Konflikte vorbeugen oder sie leichter bearbeiten.

• Leitungen von Kindergärten oder Schulen sind mit unterschiedlichsten Anforderungen konfrontiert. Sie arbeiten in dem Spannungsfeld zwischen Kindern, Eltern und Kollegen/innen. Ihnen hilft die Ausbildung rechtzeitig schwierige Entwicklungen zu erkennen und entsprechend einzugreifen.

• In einer sozialen Einrichtung kommt es immer wieder zu Spannungen bis zur offenen Gewaltausübung. Hier wird eine Konfliktberater/in geholt, die schnell Zusammenhänge erkennt und deren Bearbeitung ermöglicht.

• Die Sozialpädagogin an einer Schule wird immer wieder in Klassen gerufen, in denen es zu Konflikten und Ausgrenzungen bis hin zum Mobbing kommt. Durch die Konfliktberaterausbildung, die sie besucht, erkennt sie verschiedene Ebenen in den herausfordernden Situationen und unterstützt die Beteiligten gezielt bei der Bearbeitung.

Beratung (ATCC) wie wir sie verstehen, ist eine prozessorientierte und auf die eigenen Potentiale ausgerichtete Form, Konflikte zu transformieren. Die Berater/innen arbeiten authentisch an dem Konflikt der Klienten/innen. Sie gehen in einen Kontakt, bringen eigene Erfahrungen mit ein und nehmen eigene Erkenntnisse aus der Beratung mit. Uns geht es dabei zuerst um die Fähigkeit, die zu beratenden Personen dazu einzuladen, die Faktoren wahrzunehmen, die in den Konflikt eine Rolle spielen, und die eigenen Potentiale zur Bearbeitung zu nutzen.

Wir arbeiten mit folgendem Zyklus:

Wahrnehmen ist dabei für uns ein systemischer und gestaltpsychologischer Vorgang. Es ist mehr als „Erkennen“. Aus diesem Grund wird der Wahrnehmungsvorgang mit zahlreichen kreativen Methoden vorgenommen.
Erkennen: Um ein konstruktives Bearbeiten zu ermöglichen, brauchen die Konfliktparteien einen Zugang zu den eigenen Bedürfnissen, Ängsten und Mustern. Bedürfnisse sind verhandelbar, Ängste hingegen nicht. Zum Erkennen der eigenen Bedürfnisse arbeiten wir mit anschaulichen Methoden unter Einbeziehung des von uns entwickelten Ängste-Bedürfnis-Modells, mit Konfliktmustern, Widerständen, dem ATCC-Machtraum-Modell und der Kulturmatrix.
Handeln: Die Formen der Beratung sind vielfältig und abhängig von Berater/in und Klienten/in. Wir halten es für wichtig, dass Konfliktberater/innen mit unterschiedlichen Werkzeugen, die für sie passen, umgehen können. So üben und vertiefen wir Beratungstechniken, die wir aus den systemischen, gestaltpsychologischen und transaktionsanalytischen Ansätzen weiterentwickelt haben.

Inhalte der Ausbildung :

- Grundlagen des ATCC-Ansatzes (z.B. Ebenen eines Konfliktes, Bedürfnis-Ängste-Modell, Verhaltensmuster, Kulturdiamant, ATCC-Machtraum-Modell, ATCC- Wertemodell)
- Beratungsansätze aus der humanistischen Psychologie (Elemente aus: Transaktionsanalyse, Gestaltpsychologie, systemischer Ansatz)
- Kulturelle Skripts
- Sinn und Werte
- Kontakt und Widerstand als Potential
- Funktion von psychologischen Spielen
- Körperausdruck und Gestalt

Methodische Beratungswerkzeuge:

- Vertragsfindung, Klarheit über Ziel und Zeit
- Wahrnehmen und Visualisieren
- Biografisches arbeiten
- Systemische Konfliktanalyse
- Struktur- und Rollenanalyse, Aufstellungen nach ATCC
- Potentialanalyse
- Konfrontationstechniken
- Paradoxe Formen der Intervention
- Visualisierungstechniken (z.B. Bilder, Material und Skulpturen)
- Authentische Kommunikations- und Fragetechniken

Die Teilnehmenden können am Ende der Ausbildung:

- Einzelpersonen wie Organisationen bei der konstruktiven Bearbeitung ihrer Krisen und Konflikte professionell unterstützen.
- Professionelle Begleitung in Lebensphasen Einzelner und in Veränderungsprozessen von Organisationen anbieten.
- In Leitung und Koordination rechtzeitig und kompetenter Konfliktebenen erkennen und bearbeiten.

Zertifizierung: 
Die Ausbildung wird durch den Bundesverband ATCC-Konfliktbearbeitung e.V. zertifiziert.

Anmeldeschluss: 
Do.16.02.2017
 
Kursgebühr:
Die Kursgebühr beträgt: 3500 € + MwSt.
 
Zielgruppe:
Der Lehrgang richtet sich an Personen, die leiten und beraten oder dies zu ihrer Arbeit machen wollen. Führungskräfte und MitarbeiterInnen in Ämtern, sozialen Organisationen, SozialpädagogInnen, ErzieherInnen, RefertInnen, SupervisorInnen, MediatorInnen, Lehrkräfte, PädagogInnen, SoziologInnen und Menschen, die mit Menschen arbeiten und ihre Professionalität weiterentwickeln wollen.
 
 

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