Systemisches Denken und Arbeiten
im Sozial- und Gesundheitsbereich
Mitarbeiter:innen im Sozial- und Gesundheitsbereich sehen sich oft mit festgefahrenen Haltungen und Vorstellungen (Wirklichkeitskonstruktionen) von Klient:innen bzw. Patient:innen und deren sozialem Umfeld konfrontiert. Persönliche, familiäre und institutionelle Einstellungen und Erwartungen, manchmal auch unerfüllbar, sowie Konflikte, Verstrickungen, Verhaltensauffälligkeiten und Symptome stellen eine Herausforderung im Berufsalltag dar. Dadurch wird der eigene professionelle Handlungsspielraum eingeschränkt. Die systemische Herangehensweise bietet Ansätze, um diese „harten” Wirklichkeiten zu verflüssigen.
Gleichzeitig eröffnet die systemische Sichtweise eine Vielzahl von Beziehungen und enormen Ressourcen, die hilfreich sein können, wenn sie bewusst wahrgenommen werden. Dadurch entstehen neue Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten. Es werden Einblicke in komplexe Strukturen ermöglicht und neue Vernetzungen sowie Veränderungen im Verhalten und in Beziehungen werden (leichter) möglich.
Lehrgangsziel
Im 6- tägigen Lehrgang haben Teilnehmende die Möglichkeit, praxisnah und anwendungsorientiert ein vertieftes Verständnis der systemischen Herangehensweise zu entwickeln und den professionellen Handlungsspielraum durch systemische Methoden zu erweitern. Die Fallbeispiele und Übungen nehmen Bezug auf den Arbeitskontext der Teilnehmer/innen.
Inhaltliche Schwerpunkte
Modul 1
• Systemtheorie
• Lineares Denken – systemisches Denken
• Grundprinzipien von Systemen
• Dynamiken in Systemen
• Wertschätzung
• Kontextarbeit
• Genogrammarbeit
Modul 2
• Selbstwert
• Reframing
• Beziehungsgestaltung – Neutralität
• Joining
• Systemische Fragetechniken
Modul 3
• Lösungsorientiertes Arbeiten
• Muster erkennen
• Hypothesen bilden
• Ressourcenarbeit
• Zielarbeit
Kurs #1000256
Referent/in:
Johannes Staudinger
Kursbeitrag:
Zeiten:
Modul 2: MI 22.10. – DO 23.10. 2025
Modul 3: MI 26.11. – DO 27.11. 2025
jeweils 9 bis 17 Uhr
Veranstaltungsort:
Referent:innen
Johannes Staudinger
Feldkirch
Sozialpädagoge mit heilpädagogischer Zusatzausbildung, Psychotherapeut, Systemischer Familientherapeut (ÖAGG), Gerontopsychotherapeut, Sexualtherapeut in eigener Praxis, Supervisor, Lebens- und Sozialberater; Studium der Sexualtherapie an der Universität Innsbruck; Weiterbildung in prozessorientierter Aufstellungsarbeit; langjährige Erfahrung in Beratung und Therapie, langjährige Seminar- und Lehrtätigkeit im In- und Ausland Seit 2007 in freier Praxis in Feldkirch tätig.