Wenn die Nacht verschwindet – Lichtverschmutzung zwischen Wissenschaft und Erlebnis
Die Nacht ist heute längst nicht mehr so dunkel wie früher. Straßenlaternen, Werbetafeln, beleuchtete Gebäude und private Lichtquellen sorgen dafür, dass der Sternenhimmel vielerorts kaum noch zu sehen ist. Diese Lichtverschmutzung nimmt weltweit jedes Jahr zu und hat weitreichende Folgen: Sie verändert die Lebensrhythmen von Tieren, stört das Wachstum von Pflanzen und wirkt sich auch auf die Gesundheit des Menschen aus. Zudem geht ein wertvolles Kulturgut verloren: der freie Blick auf die Sterne, der seit Jahrtausenden Orientierung, Inspiration und Staunen schenkt.
Gerade in alpinen Regionen wie Tirol und Südtirol wird deutlich, wie stark künstliches Licht die Natur beeinflusst. Forschende warnen, dass wir dringend Maßnahmen ergreifen müssen, um den Nachthimmel zu schützen und ein Gleichgewicht zwischen Sicherheit, Lebensqualität und Umweltbewusstsein zu finden.
Zwei ausgewiesene Expert:innen geben spannende Einblicke:
• Stefanie Suchy, Tirol Kompetenzzentrum für Lichtverschmutzung und Nachthimmel, Bereichsleitung Lichtverschmutzung, Helle Not
• David Gruber, Naturmuseum Südtirol, Bozen
Die Vorträge beleuchten aktuelle Forschungsergebnisse, ökologische Folgen und gesellschaftliche Herausforderungen im Umgang mit Lichtverschmutzung.
Im Anschluss an die Vorträge gibt es:
• eine kurze Diskussionsrunde mit den Referent:innen
• eine Pause mit Abendessen in der Akademie
• eine Exkursion unter dem Sternenhimmel, bei der die Teilnehmenden die Theorie unmittelbar mit praktischen Beobachtungen verbinden
können
Kurs #1001034
Zielgruppe:
Referent/in:
David Gruber
Stefanie Suchy
Kursbeitrag:
Zeiten:
16 - 22 Uhr
Veranstaltungsort:
Referent:innen
David Gruber
Bolzano/Bozen
Astrophysiker und Direktor Naturmuseum Südtirol
Stefanie Suchy
Tirol Kompetenzzentrum für Lichtverschmutzung und Nachthimmel (www.hellenot.org), Tiroler Umweltanwaltschaft