Malereien darf es in der Kirche nicht geben

Kirche und Kunst in Clinch - offene Studientagung

Kirche und Kunst – »das ist ein weites Feld«, wie der Vater von Effi Briest in Theodor Fontanes gleichnamigem Roman wohl sagen würde. Tatsächlich wurde im Christentum schon früh darüber gestritten, wie das biblische Bilderverbot (vgl. Ex 20,4) zu verstehen sei.
Dabei waren das Was und das Wie vorerst sekundär. Vorab nämlich galt es, eine viel grundlegendere Frage zu klären, nämlich ob es nicht unangebracht oder gar untersagt sei, gottesdienstliche Räume mit Bildwerken auszuschmücken. »Malereien darf es in der Kirche nicht geben« – so eine im Jahr 306 im südspanischen Elvira abgehaltene Synode. Noch im 8. und 9. Jahrhundert tobte innerhalb der Kirchen des Ostens ein erbitterter Streit um die religiösen Bilder. In der Westkirche fielen zur Zeit der Reformation unzählige religiöse Kunstwerke einer barbarischen Bilderstürmerei zum Opfer. Später kam es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Kunstschaffenden und Kirchenoberen, wobei die Glaubenswächter und Sittenrichter sich zum Teil recht skurrile Vorschriften einfallen ließen.
Referent
Prof. Dr. Josef Imbach
Termin/e:
DI 21.05.2024, 18.30 Uhr - SA 25.05.2024, Frühstück
Ort:
Cusanus-Akademie
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