Cusanus-Akademie Europa gewidmet

Die Europäische Union ist die größte politische Errungenschaft unserer Zeit und weltweit einzigartig.

70 Jahre nach der Schuman-Rede (1950) ist der Gedanke aktueller denn je: die europäischen Länder wirtschaftlich und politisch so zu vereinen, dass in Europa dauerhaft Frieden herrscht. Die Cusanus-Akademie und ihre Säle sind Europa gewidmet.
Es begann vor 70 Jahren mit der Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS). Der französische Außenminister Robert Schuman stellte am 9. Mai 1950 (seither Europatag) einen Plan für die engere Zusammenarbeit vor. Neben Italien gehörten Frankreich, Deutschland, Belgien, Luxemburg und die Niederlande zu den sechs Gründungsländern. Die Europäische Union hat große Herausforderungen zu bewältigen. Rechtsruck, die Corona-Pandemie, gespaltene Gesellschaften und Brexit gefährden den Zusammenhalt. Ein Zurück zum Nationalstaat löst keine Probleme. Es braucht ein gemeinsames Europa, das bei großen internationalen Herausforderungenmutig vorangeht. Dafür sind Bildung, Toleranz und gegenseitiges Verständnis notwendig. Einigkeit entsteht durch die Achtung der jeweiligen Kulturen. Die ältere Generation verbindet Europa mit dem Versprechen von Frieden, Wohlstand und Einheit. Das wurde unter anderem durch die Gemeinschaftswährung, durch Freizügigkeit und Erweiterung erzielt. Für die jüngere Generation steht Europa für das Versprechen eines Lebens auf einem nachhaltigen, gesunden Kontinent, auf dem sich alle Menschen verwirklichen und leben können, wie und wo sie möchten.
Europa ist eine Herzensangelegenheit – auch für die neu eröffnete Cusanus-Akademie.

Mit der Widmung des Hauses an Europa will die Cusanus-Akademie ein sichtbares Zeichen setzen, das bereits in ihrem Ursprungsauftrag festgelegt wurde. Bischof Joseph Gargitter betonte anlässlich der Eröffnung am 4. Oktober 1962: „Dieses soll ein Haus der Begegnung zwischen Kirche und Welt sein, in dem es gelingen möge, religiösen und weltanschaulichen Halt, sowie menschenbeglückende und persönlichkeitsformende Bildung in unserem Land zu fördern.” Genauso unterstrich Bischof Ivo Muser bei der 50-Jahr-Feier am 5. Oktober 2012: „Die Pastoralkonstitution ‚Gaudium et spes’ ist die ‚Magna Charta’ für das diözesane Bildungshaus. Sie betont, wie wichtig der Einsatz von Christen in der Welt ist. Dabei befähigt Aus- und Weiterbildung die Menschen, einen konstruktiven Dialog mit allen politischen und gesellschaftlichen Strömungen gerade auch dann aufzunehmen, wenn sich unsere Gesellschaft durch Menschen anderer Kulturen, Sprachen und Religionen verändert.“

Die Cusanus-Akademie hat ihre Säle im Haupthaus nach den europäischen Patroninnen und Patronen benannt:

Die hausinterne Kapelle wurde der Europa-Patronin Edith Stein gewidmet.

Die drei Säle im Nebenhaus, dem Paul-Norz-Haus, und der Festsaal im Haupthaus, wurden nach lokalen Persönlichkeiten benannt: 

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