Cusanus-Akademie hat Tätigkeit aufgenommen

Neustart in Brixen

Es war ein Warten, Hoffen und Termine-Verschieben in den vergangenen Monaten. Aber jetzt ist es soweit: Die Cusanus-Akademie hat nach 18 Monaten Umbau und fünf Monaten Corona-Stillstand Anfang September 2020 den Betrieb aufgenommen. Das Bildungszentrum inmitten von Brixen verfügt über zehn unterschiedlich große klimatisierte Räume, am 1. September wurde auch das neue Cusanus.Café eröffnet. Die Cusanus-Akademie ist Europa gewidmet.
Zum Bildungszentrum der Cusanus-Akademie gehören das Haupthaus, das Paul-Norz-Haus und das Mühlhaus. Alle drei Häuser wurden von Grund auf renoviert, barrierefrei und unterirdisch verbunden. Die insgesamt zehn verschieden großen Säle tragen Namen von europäischen Patron/innen und Südtiroler Persönlichkeiten. Alle Säle sind mit modernster Technik ausgestattet und klimatisiert. 55 Zimmer mit 96 Schlafplätzen stehen bereit. Die Rezeption wurde erweitert, ebenso der Speisesaal. Das neue Cusanus-Café steht Bildungsgästen und Interessierten offen. 

Auf Bausorgen angesprochen, betont die für den Bau verantwortliche Direktorin Patrizia Major Schwienbacher, dass bei einem derart großen Bauvorhaben Probleme üblich seien. Das meiste habe sich dank der kompetent und planmäßig arbeitenden Baufirma Carronbau gut meistern lassen. Als aber das Untergeschoss ausgehoben und das Paul-Norz-Haus ausgehöhlt wurden, habe den Mitarbeitenden schon manchmal der Atem gestockt: „Planer Architekt Matteo Scagnol sprach dann von einer Operation am offenen Herzen“, erzählt die Direktorin. Doch der Patient Cusanus-Akademie hat überlebt, alle Mitarbeiter/innen am Bau seien stets wohlbehalten von den Arbeiten nach Hause gegangen, ist sie dankbar.  

Die Einzugspläne waren auf Anfang April 2020 ausgerichtet, sagt Patrizia Major Schwienbacher. Doch drei Wochen vor Start kam der Lockdown und das Bangen begann. Ab 25. April hätten einen Monat lang Diskussionen, Ausstellungen, Seminare, Tagungen und musikalische Veranstaltungen mit hochrangigen Künstler/innen und Diskutanten aus dem In- und Ausland stattfinden sollen. Die Bildungsbroschüre mit dem Eröffnungsprogramm erreichte die Südtiroler Haushalte, als alles still stand. Die Mitarbeiter/innen haben daraufhin Termine verschoben und umgeplant und auf den Sommer gehofft. Als Anfang Juni klar war, dass größere Veranstaltungen auch im Sommer nicht stattfinden dürfen, entschied der Verwaltungsrat der Cusanus-Akademie, den Neustart auf Herbst zu verschieben. 

Ende Oktober wurde wiederum verfügt, dass bis 24. November 2020 coronabedingt keine Weiterbildungsveranstaltungen in Bildungshäusern stattfinden dürfen.
Auftaktveranstaltung in der neuen Cusanus-Akademie war eine Fachtagung des international renommierten Konfliktforschers und Mediators Friedrich Glasl. Der Politologe und Psychologe, Mediator und Organisations-Entwicklungsberater aus Österreich hat 1980 ein neunstufiges Eskalations-Stufenmodell vorgestellt, das sich seither auf der ganzen Welt bewährt hat und heute in jeder Mediationsausbildung Pflicht ist. Friedrich Glasl bietet sein Wissen Führungskräften und Interessierten außerdem beim folgenden viertägigen Seminar an. Konflikte, sagt Glasl, seien fehlgeschlagene Veränderungs- und Entwicklungsbemühungen. „Wenn sich Menschen Konflikten mutig stellen und sie konstruktiv bearbeiten, werden oft erstaunliche Entwicklungsschritte möglich, zu denen es ohne den Konflikt nicht gekommen wäre.“ 

Am Freitag, 18. September fand in der Cusanus-Akademie die jährliche Pastoraltagung der Verantwortlichen von Südtirols Kirche statt. Am Samstag, 19. September folgte der offizielle Festakt mit Verantwortungsträger/innen aus Kirche, Politik und Gesellschaft. Am Sonntag, 20. September hat Bischof Ivo Muser die Kapelle gesegnet, die der europäischen Patronin Edith Stein gewidmet ist. Eine Reliquie von Edith Stein wurde in der Kapelle gut sichtbar angebracht. 

Das inhaltliche Angebot der Cusanus-Akademie fußt jetzt auf vier Säulen: auf Glaube und Spiritualität, auf Gesellschaft und Dialog, auf Leben und Gesundheit, auf Beruf und Ausbildung. Betriebe, Organisationen und Privatpersonen können die zehn Säle außerdem für Gastveranstaltungen, Gastronomie und Beherbergung buchen. Die großzügigen Säle eignen sich nicht nur für Bildung, sondern auch für Feiern.

Wichtig in der Zeit der Pandemie ist, dass sich alle Teilnehmenden im Vorab anmelden, Maske tragen und die Sicherheitsbestimmungen einhalten.  

Die Cusanus-Akademie ist Europa gewidmet.
Die Säle im Haupthaus der Cusanus-Akademie sind nach europäischen Patroninnen und Patronen benannt:
  • Benedictus
  • Birgitta
  • Cyrillus & Methodius
  • Caterina
  • Außerdem gibt es dort den Saal Europa

Die hausinterne Kapelle wurde der Europa-Patronin Edith Stein gewidmet.

Die drei Säle im Paul-Norz-Haus tragen die Namen lokaler Persönlichkeiten:
  • Otto Neururer
  • Maria Hueber
  • Josef Mayr-Nusser und Ehefrau Hildegard Straub
  • Der Festsaal im Haupthaus trägt den Namen des Gründers der Cusanus-Akademie, Bischof Joseph Gargitter

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