Des Nachts mahnt mich mein Inneres

Um den Traum und um das Träumen geht es vom 3. bis 5. Mai in einem Seminar in der Cusanus-Akademie in Brixen. Es geht um die verschiedenen Traumformen, um die symbolische Sprache der Träume und um einen aufmerksamen Umgang mit den Träumen.
Im Altertum glaubten die Menschen, dass Gott in den Träumen zum Menschen sprechen kann. So finden sich in der Bibel zahlreiche Beispiele von Menschen, die in besonderen Lebensumständen auf ihre Träume vertrauten und sich von Gott auf den richtigen Weg geführt wussten. Die moderne Zeit hat «die Stimme Gottes « im Traum ersetzt durch die «Sprache des Unbewussten».
Die Referentin des Seminars ist Regina Strubel aus Zürich. Sie hat eine Ausbildung am C.G. Jung-Institut absolviert und ist Theologin und geistliche Begleiterin.

Vier Fragen an Regina Strubel

Sind Träume wichtig? Sollen wir uns damit beschäftigen, verraten sie uns mehr über uns?
Regina Strubel: Schon in biblischen Zeiten achteten die Menschen auf ihre Träume und sie hielten die oft rätselhaften nächtlichen Bilder für Botschaften Gottes, die sie zu verstehen versuchten und danach handelten. Wir kennen die biblischen Erzählungen aus der Genesis von Josef, dem Sohn Jakobs, der nicht nur sein eigenes Schicksal aus seinen Träumen erfuhr, sondern auch das der Diener des Pharaos und die Bedrohung Ägyptens durch Hungersnöte.

Wie können wir die Träume und die nächtlichen Erlebnisse verstehen und richtig einordnen?
Strubel: Eindrückliche Träume, die lange – manchmal sogar ein Leben lang – in Erinnerung bleiben, lösen natürlicherweise die Frage nach der Bedeutung der Traumbilder aus. Träume, die innerlich sehr bewegen, weil sie zum Beispiel Bilder von Verfolgung oder Tod zum Thema haben, fordern uns heraus, vor allem dann, wenn wir glauben, dass es Botschaften aus dem göttlichen Bereich sind, die uns helfen oder vor falschen Entscheidungen warnen wollen.

Wer spricht zu uns im Traum? Wer will uns etwas mitteilen?
Strubel: Träume teilen uns in einer Bildsprache etwas über uns mit; vielleicht über eine Situation, die wir nicht klar erkennen, über einen Plan, den wir verfolgen, über eine Beziehung oder über unseren eigenen Zustand. Ein Erdbeben, das unser Haus erschüttert; ein Keller voller Gerümpel; ein bisher unbekanntes Zimmer in unserem Haus, ein Haus, in dem Schnee liegt: solche Traumbotschaften sind ein Appell an uns, ihre Aussagen ernst zu nehmen.

Was erwartet die Teilnehmenden im Kurs "Des Nachts mahnt mich mein Inneres. Von den Träumen und vom Träumen"?
Strubel: Spirituelle Entwicklungsprozesse oder Wendezeiten im Leben sind oft von intensiven Träumen begleitet. In diesem Kurs werden wir anhand zahlreicher Beispiele aus der geistlichen Begleitung den Umgang mit Träumen betrachten; immer unter der Voraussetzung, dass es Botschaften aus dem Tiefenbereich unserer mit Gott verbundenen Seele sind.

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