Gletscher – Zeugen des Klimawandels

19.11.2020 bis 15.12.2020: Erste Ausstellung in der neuen Cusanus-Akademie

16.09.2020 – Die Mehrzahl der Klima-Wissenschaftler spricht von einer „hot world“, in der die Temperaturen steigen: über die seit Jahrmillionen laufenden Zyklen zwischen Eiszeit und Warmzeit hinaus. Eine sichtbare Konsequenz der Erderwärmung ist das Schrumpfen der Gletscher. Die genauen Folgen sind nicht absehbar. Doch die Prozesse werden unumkehrbar und die Welt eine völlig andere sein, betonen Wissenschaftler/innen. Noch aber könne die Klimakatastrophe verhindert werden.
VERNISSAGE
Am Donnerstag, 19. November 2020 gibt es in der Cusanus-Akademie um 19.30 Uhr drei Annäherungen an den Klimawandel:
  • Daniela Brugger, Fotografin
  • Robert Renzler, Alpinist 
  • Georg Kaser, Glaziologe

Musik:
Saligen mit Gerlinde Goller und Franziska Profanter

Anmeldung hier
Die Fotografin Daniela Brugger ist 1967 in Karthaus in Schnals geboren und hat sich als Natur- und Porträtfotografin einen Namen gemacht. Besonders der Gletscherschwund berührt sie schmerzlich.

Ab wann haben Sie den Gletscherschwund wahrgenommen?
Daniela Brugger:
 Ich bin in dem steilen, engen Schnalstal aufgewachsen. Die Berge waren einfach da. Siewaren schön, bedrohlich, anziehend, eindrucksvoll. Abund zu bin ich mit meinem Großvater emporgestiegenzu den Almen hoch über dem Dorf. Aber erst später, als ich das Tal immer wieder verlassen habe, ist mir das Besondere an den Bergen bewusst geworden. In meiner Jugend habe ich dann mehrere Sommer arbeitend auf den Schutzhütten unseres Tales verbracht. Wir haben gesehen, dass die Gletscherzungen und -ränder von Jahr zu Jahr zurückwichen, aber erst rückblickend ist klar, dass das bereits der Beginn des mensch-gemachten Gletscherschwundes war.

Was löst der Gletscherschwund in Ihnen aus?
Daniela Brugger:
 Unsere Gletscher schrumpfen mittlerweile rasant, die ersten verschwinden ganz. Das Vergehen ihrer Schönheit und des von ihnen ausgehenden Glanzes in den Höhen über dem Tal löst Traurigkeit in mir aus. Seit ich mit einem Gletscherforscher verheira-tet bin, kenne ich auch die Ursachen und Mechanismendes globalen Gletscherschwundes. Die mensch-gemachte Erwärmung des globalen Klimas hat unseren Alpengletschern bereits heute die Existenzgrundlage genommen. Sie werden bald ganz verschwunden sein. Das erfüllt mich mit Schrecken.

Wie sind Sie zur Fotografie gekommen?
Daniela Brugger: 
Gegen Ende meiner Volksschulzeit habe ich mir mit dem ersten ersparten Geld von Sommerjobs im Dorf eine kleine, billige Kamera gekauft, Menschen in meinem Umfeld fotografiert und ihnen die Bilder dann geschenkt. Zudem habe ich alles fotografiert, was mir schön erschien: Holzstapel, Blätter, Bäume. Die technischen Vorgänge und die Mechanismen einer Kamera und des Fotografierens haben mich nie interessiert, aber irgendwie ist es mir gelungen, immer eine Kamera zu besitzen und für mich schöne Bilder festzuhalten. Irgendwann war mit dem völligen Vernachlässigen der Technik die Faszination vergangen und ich habe nicht mehr fotografiert. Vor einigen Jahren hat mich eine Freundin dazu überredet, gemeinsam mit ihr die Prager Fotoschule zu besuchen. Nach dieser über vier Jahre dauernden Ausbildung und einem zusätzlichen Diplomjahr ist Fotografie wieder zur großen Leidenschaft und zu meinem Beruf geworden.

Wie haben Sie den Gletscherschwund in der Fotografie festgehalten?
Daniela Brugger: 
Der rasante Gletscherschwund auf unseren Bergen, das Wissen um den Klimawandel und der emotionale Abschied von den „kristallenen“ Welten meiner Kindheit provozierten mich zur fotografischen Auseinandersetzung. Meine „Gletschernetze“ sind als erstes Projekt entstanden. Das Dokumentieren der immer kleiner und schmutziger werdenden Gletscher führe ich weiter. Ich bin dabei aber immer wieder hingerissen von den Resten wilder Schönheit.

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