Ich, das Netz und die Welt

Lehrgang digitale Kommunikation

Evelyne Huber-Reitan aus Wien vermittelt mit Beginn am 28. Oktober 2020 in einem fünfteiligen Lehrgang in der Cusanus-Akademie die vielfältige Welt der digitalen Kommunikation in Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit. Ein Gespräch.
Kulturübergreifende Netzwerke umspannen die Welt. Universales Wissen ist für alle griffbereit. Menschen in der Ferne lassen sich ganz nah erleben. Erreichbarkeit rund um die Uhr erleichtert und erschwert das Sein: Die digitale Kommunikation hat unseren Alltag, unsere Wahrnehmung, unsere Meinungsbildungsprozesse und unsere Gesellschaft verändert. Auch die Wirtschaft ist massiv betroffen. Die neuen Kommunikationsformen und -möglichkeiten fordern Unternehmen und Organisationen heraus. Corona hat das deutlich gemacht.
Was bedeutet digitale Kommunikation? 
Evelyne Huber-Reitan:
 Im Gegensatz zur analogen Kommunikation kann die digitale Kommunikation nur mit technischen Geräten und Medien wie Computer oder Smartphone über beispielsweise das Internet vermittelt werden. Raum und Zeit spielen dabei keine Rolle mehr. Das bedeutet, Sender und Empfänger müssen sich nicht zur selben Zeit oder am selben Ort aufhalten, wodurch sowohl in der Produktion wie auch in der Nutzung die digitale Kommunikation anders abläuft als die analoge. Der Dekodierungsprozess in der digitalen Kommunikation kann auch jede Menge Missverständnisse hervorbringen. Denn der Sprache, der Schrift, den Zeichen und den Symbolen in der digitalen Kommunikation fehlt es an der Mimik, der Gestik und dem Verhalten der analogen Kommunikation. Umso sorgsamer muss die digitale Kommunikation gestaltet werden.  

Wie hat die digitale Kommunikation unser Leben verändert? 
Evelyne Huber-Reitan:
 Die digitale Kommunikation hat alle unsere Kommunikationsformen und -prozesse verändert – gesellschaftlich, wirtschaftlich und politisch. Und auch während ich hier antworte, verändert sie sich laufend weiter: nicht nur in Bezug auf die Unternehmenskommunikation, auch auf unsere Lebensführung. Also wie wir aufwachen, wie wir die Bahn erreichen, lesen, essen, einkaufen, ausgehen und vor allem wie wir unsere Beziehungen gestalten.  

Digitale Kommunikation ist schnell und kostengünstig. Worauf gilt es zu achten, damit sie auch effektiv ist oder wird? 
Evelyne Huber-Reitan:
 Das hängt von der Zielgruppe und der Zielsetzung ab. Am Anfang steht immer die Überlegung, wo will ich hin? Was und wen will ich erreichen? Will ich einfach nur informieren? Oder will ich die Bekanntheit schaffen, ausbauen oder gar zurückgewinnen? Will ich Barrieren senken, zu einem veränderten Verhalten motivieren, ein Verhalten bestärken, Vorurteile abbauen oder Sympathie aufbauen? Das wird dann in einer digitalen und kreativen Strategie verankert. Der Erfolg steht und fällt mit dieser Strategie. 
Wie erkennt ein Unternehmen, welcher digitale Kanal der passendste ist?
Evelyne Huber-Reitan:
Es ist nicht
 nur wichtig, dass kommuniziert
wird, sondern auch wie und wo. Und dieses Wo eröffnet vielfältige Möglichkeiten: E-Mail, Website, Social Mdias, Blog, Chat, Webinars, Videos... Daraus gilt es, den optimalen Mix zu kreieren. Wieder landen wir bei der Frage: Wer ist meine Zielgruppe? Und in welchem Kanal ist sie zu Hause? Erst danach stellt sich die Frage, mit welchem Kanal wir beginnen sollten, um sie zu erreichen.

Und wie funktioniert digitale Krisenkommunikation?
Evelyne Huber-Reitan:
Auch wenn Krisen nicht berechenbar sind und meist dann kommen, wenn man nicht damit rechnet, sollte man sich nicht einschüchtern lassen. Wichtig ist eine schnelle und adäquate Reaktion – und dass man handlungsfähig bleibt und weiter mit der Zielgruppe kommuniziert. Vorsicht ist hier besser als Nachsicht. Das heißt, umso besser man auf eine Krise vorbereitet ist, umso effektiver verläuft die digitale Krisenkommunikation. Jeder im Team muss wissen, was er wann und wie zu tun hat. Gut geplant, ist halb gemeistert.

Was fasziniert Sie persönlich an digitalen Medien?
Evelyne Huber-Reitan:
Die Möglichkeiten. Mich hat Kommunikation schon als Kind fasziniert, daher habe ich mich immer gerne mit ihr beschäftigt – sei es in der PR,
im Journalismus, im Beschwerdemanagement oder im persönlichen Coaching. Als dann vor mehr als 20 Jahren die digitalen Medien ihren Siegeszug antraten, haben sich für mich neue zusätzliche Kommunikationsmöglichkeiten eröffnet, die ich alle kennenlernen wollte. Mein Motto: Erst wenn man weiß, wie man die digitale Kommunikation anwenden kann, kann man auch entscheiden, wie man sie authentisch und nachhaltig anwenden will.

Infos und Anmeldung zum Lehrgang digitale Kommunikation hier

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