Lehrgang Projektmanagement

Umfassende vierteilige Projektmanagement-Ausbildung

Vom 27. September bis 13. Dezember findet ein vierteiliger Lehrgang zu Projektmanagement statt, ein Online-Infoabend am 9. September. Projektmanagement gehört heute zu den Schlüsselqualifikationen in der Wirtschaft. 
Es ist inzwischen eine Binsenweisheit, dass sich unsere Welt immer schneller dreht. Mit der zunehmenden Geschwindigkeit wächst auch der Druck nach Flexibilität und Entscheidungsfindung in unsicherer Datenlage. Dort nutzt projekthaftes Denken und Vorgehen.Viele Unternehmen müssen ihren Aufraggeber/innen vermehrt nachweisen, dass sie in der Projektarbeit nach den anerkannten Regeln und Grundsätzen des Projektmanagements vorgehen. Die Qualifikation der Mitarbeiter/innen rückt damit immer mehr in den Vordergrund.  

Unser vierteiliger Lehrgang beinhaltet eine umfassende Projektmanagement-Ausbildung. Es geht um Projektmanagement-Prinzipien und Methoden, Organisation und soziale Kompetenz. 

Den Lehrgang leiten Germana R. Heinrich und Clemens Drilling.

Termine
Teil 1: Montag, 27.09. bis Mittwoch, 29.09.2021
Teil 2: Dienstag, 19.10. bis Mittwoch, 20.10.2021
Teil 3: Mittwoch, 17.11. bis Donnerstag, 18.11.2021
Teil 4: Montag, 13.12.2021 (Prüfungsvorbereitung) 
jeweils 9 bis 17 Uhr

Online-Infoabend 
Donnerstag, 09.09.2021
19.30 bis 20.30 Uhr 

Hier geht es zum Lehrgang.
Hier geht es zum Infoabend zum Lehrgang Projektmanagement am Donnerstag, 9. September von 19.30 bis 20.30 Uhr.
Germana R. Heinrich ist als Trainerin und Beraterin für Projekt- und Programm-Management mit Schwerpunkt EDV-Systeme und Betriebsorganisation tätig. Sie arbeitet als Assessorin für die Projektmanagement-Zertifizierung bei der Projekt Management Austria sowie bei der italienischen Zertifizierungsstelle für Projektmanager ANIMP/IPMA.

Clemens Drilling arbeitet als Assessor bei PM-Zert, der Zertifizierungsstelle der deutschen Gesellschaft für Projektmanagement und ist Mitautor der neuen DIN-Norm für Projektmanagement und dem PM-Standardwerk „Kompetenzbasiertes Projektmanagement“ und bereitet Unternehmen als Geschäftsführer der newTrust GmbH auf die digitale Transformation vor.  

Ein Gespräch.

Die Pandemie hat die digitale Transformation beschleunigt. Komplexität und Schnelllebigkeit nehmen zu. Wie kann Projektarbeit da unterstützend wirken?
Germana R. Heinrich:
 Seit nunmehr über zwölf Monaten wird die Arbeit im Home Office zur Normalität, wo wir mit unseren Kolleg/innen, Geschäftspartner/innen und Kund/innen fast ausschließlich im virtuellen Raum zusammentreffen. Dieser Zwang zur Nutzung digitaler Lösungen und Medien hat dazu geführt, dass die Angst davor vielerorts einem Gefühl des „Beherrschens der Tools“ gewichen ist. Zwar ist für uns die persönliche Begegnung immer noch die beliebteste Art der Zusammenarbeit, aber wir gewöhnen uns langsam ans Virtuelle. Und hier kann Projektarbeit unglaublich unterstützen. Wir dürfen nicht vergessen, dass die „virtuelle“ Zusammenarbeit in Projekten schon eine jahrzehntelange Tradition hat. Gerade in Südtirol mit seinem hohen Exportanteil.  Wir Projektmanager wissen, wie wir mit Teams arbeiten, die über Italien, Europa oder den Planeten verstreut sind. Viele unserer globalen Marktführer hier in Südtirol leisten da ganz hervorragende Projektarbeit. Und wir sind schon lange auf Emails und Telefon- oder Videokonferenzen in unserer Arbeit angewiesen. Wir kennen also die Chancen genauso wie die potentiellen Stolpersteine. Von und kann man lernen und lernt man ja gerade auch. 

Wo ist projekthaftes Arbeiten notwendig?
Clemens Drilling:
Es gibt eine Idee, die realisiert werden soll? Dann bilden wir aus den unterschiedlichen Bereichen im Unternehmen eine Projektgruppe, ernennen einen Kopf, sorgen für Klarheit der Zielbeschreibung und das Handwerk des Projektmanagements sorgt dafür, dass aus der Idee die Innovation wird. In Deutschland, so sagen Studien der GPM Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement, wird mittlerweile mehr als eine Billion Euro Gewinn! in der Arbeitsform Projekt erwirtschaftet, eine gewaltige Zahl. Tendenz weiter steigend.  

Wie kann Projektarbeit Veränderung vorantreiben und Zukunft gestalten?
Germana R. Heinrich:
 Projekte stehen seit Urzeiten für Veränderungen. Im Grunde sind es Synonyme. Schon der alte Shakespeare oder auch Goethe gehörten der Gilde der Projektemacher an. Mit ihren Ideen für menschliche, soziale und auch technologischen Projekten wollten sie ihre Umgebung und ihre Gesellschaften verändern, voranbringen. Dieses Bild des Projektemachers hat sich zwar seit dem 2. Weltkrieg etwas technisiert, aber damit auch dafür gesorgt, dass die Profession des Projektemachens nun branchenübergreifend zur wichtigsten sogenannten Querschnittskompetenz in unserem Berufsleben geworden ist. Und noch immer sorgen Projekt dafür, dass aus Träumen Einzelner kollektive Realitäten werden und aus sehr guten Ideen dann auch erfolgreiche Innovationen. Damit gestaltet Projektarbeit ganz wesentlich unsere Zukunft mit. Wir erleben dass im Übrigen aktuell auch wieder zu den wichtigen Themen der Umsetzung der Globalen Nachhaltigkeitszielen, wo Projektarbeit eine immens wichtige Rolle spielt. 

Was macht Projektarbeit effizient?
Clemens Drilling:
 Wir von der newTrust sehen da zwei ganz wichtige Effizienztreiber. Zum einen können Projekte deutlich schneller auf Veränderungen reagieren als die Arbeit im Unternehmen. In einem Projekt sind ja meist die Expertinnen und Experten zusammengezogen worden, die eine neue Lage schnell beurteilen können. Zudem ist die Parallelorganisation PROJEKT mit einer eigenen Handlungskompetenz ausgestattet, sodass Entscheidungswege verkürzt sind und Entscheidungen schneller fallen – ein riesiger Vorteil im Vergleich zu unseren oft langsamen Entscheidungsprozessen im Unternehmen. Zum anderen fokussiert das moderne Projektmanagement auf die Tatsache, dass nicht nur Expert/innen mit ihren Rollen, sondern dass reale Personen mit ihrem Menschenverstand und auch Gefühlen, Vorlieben und Stärken zusammenarbeiten. Gut ausgebildete Projektmanager/innen können damit umgehen und so für Identität, Engagement und Teamgefühl sorgen: eine unschlagbare Kompetenz in der heutigen Zeit.

Hier geht es zum Lehrgang.

Hier geht es zum Indoabend zum Lehrgang Projektmanagement am Donnerstag, 9. September von 19.30 bis 20.30 Uhr.
Welche unterschiedlichen Persönlichkeiten braucht ein Projektteam?
Germana R. Heinrich: 
Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Wir wissen aber, dass fachliche Diversität nicht zwangsläufig zu besseren Ergebnissen führt, weder fachliche Vielfalt, noch unterschiedliche „Typen“, wie es uns viele der Typentest glauben machen wollen. Aus eigener Erfahrung führt Diversität dann zu einer Leistungssteigerung, wenn sie im positiven Sinne thematisiert und genutzt wird. Wenn wir als Einzelne anerkennen, dass unsere Sicht auf die (Projekt) Dinge genau das ist, nämlich UNSERE Sicht, und wenn wir lernen, andere Sichten als genauso wahr wie unsere eigene zu begreifen, dann führt dies in unseren Projekten zu einem starken gegenseitigen Verständnis und dann zu einem Teamgefühl, das für herausragende Leistungen wichtig ist. Und natürlich ist diese Thematik desto offensichtlicher, je verschiedener die Typen, Kulturen, Hautfarbe sind. Das ist aber keine ausschließliche Voraussetzung. Die Ausbildungen zum Projektmanagement bereiten auf diese Arbeit vor. 

Welche Herausforderungen muss ein/e Projektleiter/in bewältigen und welche Kompetenzen sind dafür notwendig?
Germana R. Heinrich:
 In einem Projekt können sehr viele Herausforderungen auf das Team zukommen. Glauben wir der immens großen Anzahl an Studien, dann sind die technisch-fachlichen Herausforderungen in unseren Projekten fast nie unter den TOP 10. Da stehen an prominenter Stelle zum Beispiel „Unklare Anforderungen und Ziele“, „nicht genug Unterstützung seitens des Managements“, „Machtinteressen und Egoismen“ und „zu wenig Kompetenz in gutem Projektmanagement“. Spannend, oder? Die Musik spielt hier nach Ansicht der Expert/innen zunehmend auch auf der Seite der persönlichen und sozialen Kompetenzen. Die Internationale PM Gesellschaft IPMA (Internationale Project Management Association) hat in ihrer aktuellen Kompetenz Richtlinie insgesamt 33 Kompetenzen beschrieben, die für erfolgreiche Projekte wichtig sind. Das beginnt mit dem Werkzeugkasten der Methoden und Techniken wie beispielsweise der Kompetenz guter Planung, Steuerung und Überwachung, geht aber deutlich darüber hinaus mit den persönlichen und sozialen Kompetenzen: Macht und Interesse; Kultur und Werte; Selbstreflektion und Selbstmanagement; persönliche Integrität und Verlässlichkeit; Beziehung und Engagement; Führung; Teamarbeit; Konflikte und Krisen; Vielseitigkeit. 

Was meint kompetenzbasiertes Management?
Clemens Drilling:
 Der Begriff kommt aus dem Projektmanagement. Früher haben wir die Prozesse und einzelne Methodiken beschrieben, die gutes (Projekt) Management beschreiben sollten. Dieser Ansatz greift heute zu kurz, denn neben den fachlich-technischen Methoden geht es heute im Projektmanagement auch um Führung, Teamentwicklung oder etwa Konfliktbegleitung. Außerdem sehen die Prozesse und auch Methoden je nach kulturellem Hintergrund unterschiedlich aus. Daher ist die Internationale Projektmanagement-Gesellschaft dazu übergegangen, von insgesamt 33 Kompetenzelementen zu sprechen, die ein/e Projektmanager/in heute braucht, um die Projekte erfolgreich zu gestalten. Da geht es beispielsweise um die Kompetenz, mit Risiken strategisch umgehen zu können, egal welche konkreten Prozesse oder Methoden dann im Konkreten angewendet werden. Oder mit Macht, Interessen und unterschiedlichen Erwartungshaltungen umzugehen, oder auch mit Selbstreflexion, Selbstmanagement und persönlicher Integrität. Ganz neu ist das Gebiet des Umgangs mit Kultur und Werten, das in das Curriculum aufgenommen wird. Diese Kompetenz ist heute in unseren meist internationalen Projekten unbedingt notwendig.    

Warum sind Standardisierung und Professionalisierung in der Projektarbeit wichtig?
Clemens Drilling: 
Mit der Standardisierung schaffen wir es, eine gemeinsame Sprache zu sprechen. Wenn ich als Unternehmenslenker/in diese Sprache beherrsche, dann brauche ich mir nicht immer wieder aufs Neue erklären zu lassen, was dieses Dokument oder diese Methodik eigentlich bedeuten. Deswegen ist es auch so wichtig, dass wir diese Aufgabe im internationalen Kontext angehen. PM-Organisationen wie die IPMA oder das PMI leisten da sehr gute Arbeit. Zur Professionalisierung lässt sich sagen, dass wir in Europa und auch weltweit immer mehr gute Projektmanager/innen brauchen. Da ist die Nachfrage deutlich größer als das Angebot. Weil es noch immer kein (geschütztes) Berufsbild Projektmanager/in gibt, kann sich jede/r so nennen. Das führt zu viel Enttäuschung bei den Unternehmen. In diese Lücke dringen die internationalen PM-Organisationen vor. Sie sorgen dafür, dass zertifizierte Projektmanagerinnen und Projektmanager tatsächlich das leisten können, was sie versprechen. Die Zertifizierung der IPMA und ihrer Landesorganisationen sind da ein verlässliches Gütesiegel.  

Weitere Infos hier
Hier geht es zum Infoabend zum Lehrgang Projektmanagement am Donnerstag, 9. September von 19.30 bis 20.30 Uhr.

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