Lehrgang Projektmanagement

Internationaler Zertifikatslehrgang IPMA Level D

Die Teilnehmenden des vierteiligen Lehrgangs mit Germana R. Heinrich und Clemens Drilling, beginnend am 15. März 2022 werden befähigt, selbstsicher und effizient in Projektgruppen zu arbeiten, diese zu koordinieren oder sie als Projektmanager/innen verantwortlich zu leiten. 
Die Ausbildung basiert auf den internationalen Standards „IPMA Competence Baseline 4.0“ und „PM-Square 2018“ der Europäischen Kommission. Sie zielt auf die Vermittlung einer vollständigen praxisorientierten Handlungskompetenz und beinhaltet die Prüfungsvorbereitung für die personenbezogene Zertifizierung des IPMA Level D.

Referent/in:
Germana R. Heinrich, Costabissara
Trainerin und Beraterin  für Projekt- und Programm-Management mit Schwerpunkt EDV-Systeme und Betriebsorganisation, Assessorin für die Projektmanagement-Zertifizierung bei der Projekt Management Austria sowie bei der italienischen Zertifizierungsstelle für Projektmanager ANIMP/IPMA
Clemens Drilling, Bozen
Assessor bei PM-Zert, der Zertifizierungsstelle der dt. Gesellschaft für Projektmanagement.  Mitautor der neuen DIN-Norm für Projektmanagement und dem PM-Standardwerk „Kompetenzbasiertes Projektmanagement“ der IPMA. Geschäftsführer der newTrust GmbH, bereitet Unternehmen auf die digitale Transformation vor. 

Bei zwei Videokonferenzen auf der Online-Plattform Zoom können Sie Referent und Referentin kennenlernen.
Hier geht es zum Online-Treffen am Donnerstag, 3. Februar 2022 von 18 bis 19 Uhr.
Hier geht es zum Online-Treffen am Mittwoch, 23. Februar 2022 von 18 bis 19 Uhr.

Termin/e:
Teil 1: Dienstag, 15.03. bis Donnerstag, 17.03.2022
Teil 2: Donnerstag, 31.03. bis Freitag, 01.04.2022
Teil 3: Mittwoch, 04.05. bis Donnerstag, 05.05.2022
Teil 4: Donnerstag, 19.05.2022 (Prüfungsvorbereitung) 
9 bis 17 Uhr

Hier geht es zur Anmeldung.
Clemens Drilling und Germana Heinrich

Welche unterschiedlichen Persönlichkeiten braucht ein Projektteam?
Germana R. Heinrich:
 Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Wir wissen aber, dass fachliche Diversität nicht zwangsläufig zu besseren Ergebnissen führt, weder fachliche Vielfalt, noch unterschiedliche „Typen“, wie es uns viele der Typentest glauben machen wollen. Aus eigener Erfahrung führt Diversität dann zu einer Leistungssteigerung, wenn sie im positiven Sinne thematisiert und genutzt wird. Wenn wir als Einzelne anerkennen, dass unsere Sicht auf die (Projekt) Dinge genau das ist, nämlich UNSERE Sicht, und wenn wir lernen, andere Sichten als genauso wahr wie unsere eigene zu begreifen, dann führt dies in unseren Projekten zu einem starken gegenseitigen Verständnis und dann zu einem Teamgefühl, das für herausragende Leistungen wichtig ist. Und natürlich ist diese Thematik desto offensichtlicher, je verschiedener die Typen, Kulturen, Hautfarbe sind. Das ist aber keine ausschließliche Voraussetzung. Die Ausbildungen zum Projektmanagement bereiten auf diese Arbeit vor. 

Welche Herausforderungen muss ein/e Projektleiter/in bewältigen und welche Kompetenzen sind dafür notwendig?
Germana R. Heinrich: 
In einem Projekt können sehr viele Herausforderungen auf das Team zukommen. Glauben wir der immens großen Anzahl an Studien, dann sind die technisch-fachlichen Herausforderungen in unseren Projekten fast nie unter den TOP 10. Da stehen an prominenter Stelle zum Beispiel „Unklare Anforderungen und Ziele“, „nicht genug Unterstützung seitens des Managements“, „Machtinteressen und Egoismen“ und „zu wenig Kompetenz in gutem Projektmanagement“. Spannend, oder? Die Musik spielt hier nach Ansicht der Expert/innen zunehmend auch auf der Seite der persönlichen und sozialen Kompetenzen. Die Internationale PM Gesellschaft IPMA (Internationale Project Management Association) hat in ihrer aktuellen Kompetenz Richtlinie insgesamt 33 Kompetenzen beschrieben, die für erfolgreiche Projekte wichtig sind. Das beginnt mit dem Werkzeugkasten der Methoden und Techniken wie beispielsweise der Kompetenz guter Planung, Steuerung und Überwachung, geht aber deutlich darüber hinaus mit den persönlichen und sozialen Kompetenzen: Macht und Interesse; Kultur und Werte; Selbstreflektion und Selbstmanagement; persönliche Integrität und Verlässlichkeit; Beziehung und Engagement; Führung; Teamarbeit; Konflikte und Krisen; Vielseitigkeit. 

Was meint kompetenzbasiertes Management?
Clemens Drilling:
 Der Begriff kommt aus dem Projektmanagement. Früher haben wir die Prozesse und einzelne Methodiken beschrieben, die gutes (Projekt) Management beschreiben sollten. Dieser Ansatz greift heute zu kurz, denn neben den fachlich-technischen Methoden geht es heute im Projektmanagement auch um Führung, Teamentwicklung oder etwa Konfliktbegleitung. Außerdem sehen die Prozesse und auch Methoden je nach kulturellem Hintergrund unterschiedlich aus. Daher ist die Internationale Projektmanagement-Gesellschaft dazu übergegangen, von insgesamt 33 Kompetenzelementen zu sprechen, die ein/e Projektmanager/in heute braucht, um die Projekte erfolgreich zu gestalten. Da geht es beispielsweise um die Kompetenz, mit Risiken strategisch umgehen zu können, egal welche konkreten Prozesse oder Methoden dann im Konkreten angewendet werden. Oder mit Macht, Interessen und unterschiedlichen Erwartungshaltungen umzugehen, oder auch mit Selbstreflexion, Selbstmanagement und persönlicher Integrität. Ganz neu ist das Gebiet des Umgangs mit Kultur und Werten, das in das Curriculum aufgenommen wird. Diese Kompetenz ist heute in unseren meist internationalen Projekten unbedingt notwendig.    

Warum sind Standardisierung und Professionalisierung in der Projektarbeit wichtig?
Clemens Drilling:
 Mit der Standardisierung schaffen wir es, eine gemeinsame Sprache zu sprechen. Wenn ich als Unternehmenslenker/in diese Sprache beherrsche, dann brauche ich mir nicht immer wieder aufs Neue erklären zu lassen, was dieses Dokument oder diese Methodik eigentlich bedeuten. Deswegen ist es auch so wichtig, dass wir diese Aufgabe im internationalen Kontext angehen. PM-Organisationen wie die IPMA oder das PMI leisten da sehr gute Arbeit. Zur Professionalisierung lässt sich sagen, dass wir in Europa und auch weltweit immer mehr gute Projektmanager/innen brauchen. Da ist die Nachfrage deutlich größer als das Angebot. Weil es noch immer kein (geschütztes) Berufsbild Projektmanager/in gibt, kann sich jede/r so nennen. Das führt zu viel Enttäuschung bei den Unternehmen. In diese Lücke dringen die internationalen PM-Organisationen vor. Sie sorgen dafür, dass zertifizierte Projektmanagerinnen und Projektmanager tatsächlich das leisten können, was sie versprechen. Die Zertifizierung der IPMA und ihrer Landesorganisationen sind da ein verlässliches Gütesiegel.  

Hier geht es zur Anmeldung zum Lehrgang.

Hier geht es zum Infoabend zum Lehrgang Projektmanagement am Donnerstag, 3. Februar 2022 von 18 bis 19 Uhr online über die Plattform zoom.
Hier geht es zum Infoabend zum Lehrgang Projektmanagement am Mittwoch, 23. Februar 2022 von 18 bis 19 Uhr online über die Plattform zoom.

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