Vatersein, eine Lebensaufgabe

Von verschiedenen Rollen, Aufgaben und Herausforderungen

In seinem Online-Vortrag am Vatertag, 19. März befasst sich Edmund Senoner mit den verschiedenen Rollen des Vaters als Elternteil, als Erzieher, als Partner/Ehemann und arbeitet dabei die Unterschiede zwischen Tochter und Sohn heraus, beleuchtet Mannsein und Männlichkeit.
Was machen moderne Väter anders? 
Edmund Senoner:
Heute sind Väter mehr um ihre Erziehungsrolle bemüht, haben ein anderes Selbstverständnis von Vaterschaft als die Generation vorher. Sie sind engagierter, experimentierfreudiger und manche Aufgaben übernehmen sie mit viel größerer Selbstverständlichkeit, ganz im Sinne von Gleichberechtigung.  

Machen neue Rollenverteilungen neue Väter?
Edmund Senoner:
Rollen werden nicht nur zugeschrieben sondern auch übernommen. So muss auch die Vaterrolle angenommen und im Leben des Vaters integriert werden. Ein verändertes Familienbild, wo auch die Mütter neue Rollen haben, verändert auch die Vaterrolle. Der ideale Vater ist am ehesten der allein erziehende Vater: er muss präsent sein, führt den Haushalt und muss über Gefühle sprechen!

Sind Kinder immer ein Geschenk?
Edmund Senoner:
Meines Erachtens sehr wohl, auch im Wissen, dass viele Paare vergeblich versuchen und viel investieren, um Kinder zu bekommen. Gleichzeitig sind Kinder ein Auftrag. Kinder muss man annehmen, pflegen und wertschätzen. Vor allem die ersten Monate und Jahre sind für die Entwicklung der Kinder von größter Bedeutung.

Wie können verantwortungsbewusste Väter Beruf und Vatersein klug verbinden?
Edmund Senoner: Da braucht es sicherlich eine gute Organisation und dann auch die Einsicht, dass ein Vater nicht alles gleichzeitig super gut erledigen kann. Väter müssen Prioritäten setzen, jedenfalls für eine bestimmte Zeit. Ein wichtiger Aspekt ist dabei das Entgegenkommen und die Flexibilität des Arbeitgebers und die verschiedenen Ressourcen der Familie, wo gerade die Großeltern eine immer wichtigere Rolle spielen. 

Vortrag online am Freitag, 19. März von 19 bis 20.30 Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro. Anmeldung hier
Edmund Senoner ist Psychologe, Psychotherapeut, seit Jahren im Therapiezentrum Bad Bachgart tätig, Theologe, Ehemann, Vater einer 20-jährigen Tochter und eines 18-jährigen Sohnes. Er ist in Gröden aufgewachsen und lebt in Brixen.

Was macht gelingendes Vatersein mit der Partnerschaft?
Edmund Senoner:
Ein Vater sollte seine Partnerrolle nicht vernachlässigen sondern ganz bewusst darauf achten, ein genauso guter Partner zu sein. Dabei darf er kreativ sein und die Partnerin auch direkt fragen, was sie gerne hätte. Meistens verändert die Elternschaft das Beziehungsleben, weshalb es wichtig ist, sich Zeit für die Partnerin zu nehmen, damit die Liebe nie erlischt.

Worauf sollten aktive Väter achten?
Edmund Senoner:
Sie sollten sich jedenfalls freuen, dass sie diese Rolle ausüben dürfen und dabei auch gut auf die eigenen Bedürfnisse und auf die Bedürfnisse der Familie achten. Sie sollten bedenken, dass sich ihre Vaterrolle mit dem Alter der Kinder verändert. Auch ihre Männlichkeit dürfen sie weiterhin pflegen, indem sie ihren Hobbies nachgehen, ohne dabei die Familie zu vernachlässigen, und das ist die große Herausforderung.  

Vortrag online am Freitag, 19. März von 19 bis 20.30 Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro. Anmeldung hier

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